Archive for März, 2008

Dschungle, Quito, Otavalo

Posted in Ecuador by Aila on März 5th, 2008

Von dem Staedtchen Zumba aus, wo wir von der Familie abgesetzt wurden nahmen wir nachts einen Bus nach Loja, der naechsten grossen Stadt. Und wieder mussten wir uns die Zeit vertreiben, da fuenf Stunden bis zur Abfahrt blieben. Gabi rief in seiner Schule an und erfuhr, dass ihm eine Woche mehr Zeit zum  Reisen blieb. Wartend lernten wir zwei Briten kennen, die einer Segelcrew angehoerten und einen Abstecher aufs Land gen Cusco machten.

Die mit Busfahrten verbundenen Abenteuer beschraenken sich nicht nur auf Peru, wie wir in dieser Nacht feststellten. Und wieder war ein Erdrutsch daran Schuld, dass wir erst eine Stunde nichtswissend im Bus verharrten um dann unsere Rucksaecke zu schultern und zum gegenueber parkenden Bus zu stapfen. Trotz Erschoepfung und dem unermesslichen Wunsch zu duschen setzten wir das Busfahren bis Tena einer Stadt im Urwald fort. Dort angekommen machten wir uns es in einer sehr schoenen Herberge bequem, die eine Kueche zum selber kochen bot, genossen den nach vier Tagen ersten Wassertropfen aus einer Dusche und schluerften leckeren Kokosshake in einer Bar am nahegelegenen Fluss. Am Abend besuchten wir ein Naturpark, der auf einer kleinen Insel lag. Als letzte Besucher konnten wir ungesehen wie Tarzan ueber dem Fluss hin und herschwingen. More

Kuestenwueste und die Anden

Posted in Peru by Aila on März 5th, 2008

Und ich sass wieder im Flugzeug, diesmal mit grosser Vorfreude Gabi nach fuenf Monaten wieder zu sehen. Die Sitze neben mir waren besetzt von britischen Zwillingen, die ebenfalls Suedamerika erkundeten. Dank der Reisetipps, die wir austauschten und Geschichten die wir uns erzaehlten, verging die Zeit in der Luft sehr schnell und ich landete am spaeten Abend in Lima. Am Ausgang warteten Reporter und wir verpassten das Blitzlichtgewitter nur um Haaresbreite. Das galt naemlich einer bolivianischen Fussballmannschaft, mit der wir das Flugzeug geteilt hatten und die uns einige Tipps fuer Peru gaben.

Es folgte eine, fuer peruanische Verhaeltnisse, ziemlich unkomplizierte Fahrt mit Gabi zusammen nach Cieneguilla, wo er sein Zivildienst an einer Schule mit Unterrichten absolviert. Am naechsten morgen erst, als es hell wurde, sah ich wo genau ich angekommen war. Die Schule befindet sich in einem kargen, fast unbewachsenem Tal zwischen Bergen umgeben von Nichts als Stein und Sand. Heiss brannte mittags die Sonne herunter und dem Kopfweh war nur durch Bedeckung und viel Trinken vorzubeaugen. Am Folgetag machten wir zusammen mit einer Freundin von Gabi einen Ausflug nach Lima, besuchten dort das Inquisitionsmuseum, ein wunderschoenes altes Kloster und unternahmen eine Tour auf den Touristenhuegel San Cristóbal, von wo aus man einen Blick ueber ganz Lima hat. Die Millionenstadt erstreckt sich vom Meer ueber eine grosse flache Ebene bis in die vegetationslosen Bergtaeler hinein. Alles wirkt braungrau und staubig. Die Stassen sind ueberfuellt von indianisch aussehenden Menschen More

Buenos Aires y solamente ser

Posted in Argentinien by Aila on März 4th, 2008

Die ersten Tage kam ich bei Simón, der mit mir zur Schule ging, unter. Gleich am ersten Tag bekam ich eine Fuehrung durch Buenos Aires, bereichert durch seine Geschichts- und Politikkenntnisse. Nach sechs Wochen Brasilien, konnte ich meine Begeisterung ueber die Schoenheit, Grazie und Kultur nicht verbergen. Zudem hatte ich das erste Mal ein Gefuehl von Freiheit, Unabhaenigkeit, einfach Glueck.

Ich lebte jeden Moment…..Einfach Sein, oder solamente ser…..Morgens lange schlafen, irgendwann vielleicht mal einen Schritt vor die Tuer setzen, guenstig und sehr gut essen gehen und bis in die tiefe Nacht ueber Gott und die Welt diskutieren. Zum ersten Mal bestieg ich auch wieder einen Zug. Gerade an Bahnhoefen war wieder Armut zu sehen. More